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Politik

Sind die Fallzahlen überhaupt noch relevant?

Am Mittwoch berät der Bundesrat über weitere Lockerungen und Massnahmen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Pandemie-Situation.

Kriterien: Müssen die Massnahmen verschärft werden, oder reicht es für eine Lockerung?

Am 19. März hat sich der Bundesrat vier Richtwerte vorgegeben, bei deren Überschreitung eine Verschärfung der Massnahmen angezeigt wäre. Diese sind alle im grünen Bereich (Stand 9. April): Die 14-Tages-Inzidenz liegt bei 293 (Richtwert 350), die Belegung der Intensivstationen bei 198 (300), der durchschnittliche R-Wert der letzten sieben Tage bei 0,97 (1,15) und die mittlere Zahl der Spitaleintritte der vergangenen Woche bei 64 (80).

Das bedeutet aber nicht, dass alles gut wäre. Die Kriterien für eine Lockerung sind nämlich ebenfalls nicht erfüllt. Fast alle Werte, ausser die unsichere Reproduktionszahl, liegen höher als am 19. März. Damals lehnte der Bundesrat alle vorgeschlagenen Öffnungsschritte ab – ausser der Erhöhung der Zahl der Teilnehmer an privaten Treffen von fünf auf zehn.

Fazit: Die aktuellen Zahlen sprechen weder für eine Lockerung noch für eine Verschärfung der Massnahmen.

Oster-Effekt: Sind die Werte überhaupt aussagekräftig?

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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