Sie waren die beiden grossen Siegerinnen der Wahlen 2019: Die Grünen und die Grünliberalen. Im Zuge der Klimabewegung und der sogenannten grünen Welle konnten die beiden Kräfte teils erdrutschartige Erfolge verbuchen. Auch in der Region profitierten die beiden Lager vom allgemeinen Trend. So wurden mit Marionna Schlatter aus Hinwil und Meret Schneider aus Uster gleich zwei Frauen aus dem Zürcher Oberland für die Grüne Partei in den Nationalrat gewählt.
Mittlerweile zeigt sich, dass beide Parteien in der Region Zuwachs erfahren haben. So hat zum Beispiel die Mitgliederzahl der GLP Bezirk Uster seit 2019 sprunghaft zugenommen. Aktuell zählt sie zirka 25 Prozent mehr Mitglieder als im Vergleich beim Stand per Ende 2018, wie Bezirksparteipräsident Michael De Vita-Läubli mitteilt. Aufgrund des Zuwachses konnten im Jahr 2019 auch mit Maur-Egg, Greifensee und Wangen-Brüttisellen drei neue Ortssektionen gegründet werden.
Seit Trumps Wahl gewachsen
Auch die GLP Bezirk Hinwil zählt im Vergleich zwischen Herbst 2018 und 2020 rund 25 Prozent mehr Mitglieder. Es hätten sich vor allem viele Sympathisanten für eine Mitgliedschaft entschieden, sagt Co-Präsident Bruno Rüegg. Es seien zudem viele jüngere Personen dazu gekommen. Eine gezielte Akquise findet jedoch nicht statt.
Eine ähnliche Entwicklung haben die Grünen festgestellt. Der Mitgliederbestand der Grünen Bezirk Pfäffikon ist seit 2019 um gute 15 Prozent angestiegen, wie Präsident Urs Dietschi mitteilt. Das gleiche Wachstum stellen auch die Grünen im Bezirk Uster fest. « Angefangen hat es aber schon mi der Wahl von Donald Trump 2016. Von da an sind wir kontinuierlich gewachsen » , sagt Präsident Sergio Zanchi.

