Frühlingsgefühle trotz Schneegestöber. Tausende von Zürcherinnen und Zürchern haben sich in den vergangenen Wochen online um einen Termin beim Passbüro bemüht. Das führt zu Wartezeiten von bis zu einem Monat.
Gemäss Sicherheitsdirektor Mario Fehr meldeten sich zuletzt deutlich mehr Personen beim Passbüro als erwartet. Man habe deshalb den Personalbestand aufgestockt. Temporär wurden zwei Personen aus einer anderen Abteilung in die Sicherheitsdirektion umgeteilt. Zudem wird das Büro ab Mai auch samstags geöffnet.
«Die Trendwende ist ein schönes Zeichen, über das sich besonders die Reisebüros freuen können.»
Mario Fehr, Sicherheitsdirektor
Fehr führt den Ansturm auf zwei Faktoren zurück. Erstens seien im Pandemiejahr 2020 so wenige neue Pässe ausgestellt worden wie schon lange nicht mehr. Darum sei jetzt der Nachholbedarf besonders gross. Und zweitens sei mit dem Start der breiten Impfkampagne offensichtlich die Reiselust erwacht: «Die Hoffnung kehrt zurück. Diese Trendwende in unserem Passbüro ist ein schönes Zeichen, über das sich besonders die Reisebüros freuen können», sagt Fehr.
Er sieht die Engpässe nicht als Problem. Wer einen neuen Pass brauche, bemühe sich in der Regel nicht erst eine Woche vor Ablauf des alten Passes darum. Eine Wartezeit von einem Monat sei deshalb in den meisten Fällen verkraftbar. Fehr versichert aber, man bekomme telefonisch bei Angabe von Gründen auch kurzfristig einen Termin: «Wir sind kulant», beteuert er. Zudem werde der Pass innerhalb von drei bis fünf Tagen geliefert.

