1,8 Millionen Franken für die Verschiebung des temporären Schulraums Sandgrueb – die Pfäffiker Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) macht es in ihrem Statement eigentlich klar: «Die zunehmend kritische Finanzlage der Gemeinde Pfäffikon lässt solch hohe Ausgaben für einen ‹einfachen Umzug› gar nicht zu.»
Trotzdem geht die RGPK mit dem Pfäffiker Gemeinderat und den Ortsparteien SVP, SP, FDP und EVP einig: Die Verschiebung ist nötig. Denn entgegen den Prognosen aus dem Jahr 2011, laut denen der heutige Schulraum in der Gemeinde auch für eine wachsende Schülerzahl ausreichen würde, sieht sich die Gemeinde mit einem Wachstum von heute 60 auf 80 Klassen bis ins Jahr 2033 konfrontiert.
«Die Zahlen, die dann im Jahr 2018 bekannt wurden, haben alle überrascht», sagt Schulpräsident Hanspeter Hugentobler (EVP). Zwar seien die Migration in die Schweiz und die Geburtenraten richtig errechnet worden. «Aber die Zuzüge aus anderen Kantonen wurde vom Statistischen Amt unterschätzt. Daher war die Schulraumstrategie von 2011 nicht mehr zu halten.»
Langfristige Lösung
Seit einigen Jahren werden die Pfäffiker Schulhäuser Schritt für Schritt saniert. Ein Oberstufenzentrum im Pfaffberg sowie ein Primarschulzentrum im Mettlen sollen die Situation langfristig entspannen. In der Primarschule Mettlen zeichnen sich bereits heute räumliche Engpässe ab. «Dabei ist das Quartier um das Schulhaus eines der am stärksten wachsenden in der Gemeinde», sagt Hugentobler. Hier wird in den nächsten Jahren auch rund 80 Prozent des Zuwachses an Kindern erwartet.

