Politik

Stadt Uster experimentiert mit Velostreifen

Die Stadt will auf einer schmalen Strasse testen, ob sich beidseitige Velostreifen bewähren. Der Versuch soll ein Jahr lang dauern.

Stadt Uster experimentiert mit Velostreifen

Ab Anfang April 2021 werden in der Brandstrasse versuchsweise beidseitig 1,5 Meter breite Velostreifen markiert, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Diese sollen den Velofahrerinnen und -fahrern mehr Sichtbarkeit und Sicherheit im Strassenraum verschaffen und verhindern, dass sie mit ihren Fahrrädern aufs Trottoir ausweichen.

Die Brandstrasse verbindet das Ende der Bankstrasse beim Bahnübergang Winterthurerstrasse mit dem Kreisel an der Zürichstrasse beim Schulhaus Krämeracker. Ob und wie die neue Aufteilung des Strassenraums funktioniert, will die Stadt mit dem Testbetrieb während eines Jahres evaluieren. Die Markierungen werden Anfang April angebracht; der genaue Zeitpunkt hängt von den Witterungsbedingungen ab. Gemäss Plan werden im Herbst 2021 erste Erkenntnisse vorliegen, heisst es weiter.

Weshalb ein Testbetrieb?

Die Brandstrasse weist eine Breite von rund sechs Metern auf. Üblicherweise lasse die Kantonspolizei beidseitige Velostreifen von 1,5 Metern auf Strassen ohne mittige Fahrbahnmarkierungen erst ab einer Fahrbahnbreite von 7,5 Metern zu.

Auf diese Weise könnten zwei Autos kreuzen, ohne zwingend den Velostreifen zu befahren. Sowohl Kantons- als auch Stadtpolizei sind mit der probeweisen Markierung auf der weniger breiten Brandstrasse einverstanden, weil die Brandstrasse einen vergleichsweise hohen Veloanteil bei insgesamt tiefem Verkehrsaufkommen aufweist, schreibt die Stadt.

Das Projekt ist Teil der «Strategie Uster 2030», nach der sich Uster zur Velo- und ÖV-freundlichen Stadt entwickeln soll. Marcel Kauer, Leiter Infrastrukturmanagement, lässt sich in der Medienmitteilung zitieren: «Dieser Testbetrieb soll aufzeigen, ob der Strassenraum mit einfachen Mitteln für Velofahrende attraktiver und sicherer gemacht werden kann, ohne andere Verkehrsteilnehmende wesentlich einzuschränken.»

Bisherige Erfahrungen

Das Ganze geschehe ohne bauliche Eingriffe, ohne Landerwerb und nur mit unwesentlichen Einschränkungen für die einzelnen Verkehrsteilnehmenden. Ob die Markierung in der Brandstrasse dieses Ziel erreiche, werde das laufende Monitoring der Stadt Uster ergeben. «Sollten sich betreffend Sicherheit negative Erscheinungen ergeben, kann der Testbetrieb angepasst und falls nötig auch abgebrochen werden», schreibt die Stadt.

Die in der Brandstrasse zwecks Tests beschriebene Strassenraumaufteilung sei überdies nicht neu. Sie werde in anderen Ortschaften der Schweiz bereits «erfolgreich» angewendet.

 

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