Stadt Dübendorf fährt ein Defizit ein
Die Jahresrechnung 2020 der Stadt Dübendorf schliesst bei einem Aufwand von 179,1 Millionen Franken mit einem Minus von 2,3 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von zwei Millionen.
Die Ausgaben haben sich gegenüber dem Budget um rund zwei Prozent erhöht, wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt. Zu Buche schlagen etwa der gestiegene Sach- und Betriebsaufwand oder die höheren Einlagen in Fonds und Spezialfinanzierungen. Beim Personalaufwand hingegen konnte ein Minderaufwand verbucht werden.
Diesmal kein Geldsegen
Auch die Einnahmen liegen insgesamt über dem Budget. Die Transfererträge, also Zahlungen von öffentlichen Gemeinwesen und anderen Organisationen, sind rund fünf Millionen höher als veranschlagt.
Um 3,9 Millionen Franken tiefer ausgefallen sind hingegen die Steuereinnahmen. Zwar haben Private mehr Steuerfranken beigetragen, die Erträge von Unternehmen reduzierten sich aber um fast fünf Millionen Franken. Während höhere Grundstückgewinnsteuern in früheren Jahren der Stadt Dübendorf immer mal wieder einen unerwarteten Geldsegen beschert hatten, liegt dieser Posten 2020 eine halbe Million unter den Erwartungen.
1817 Franken pro Einwohner
Von den budgetierten Investitionen in der Höhe 26,8 Millionen Franken wurden vergangenes Jahr 67 Prozent realisiert. Im Vorjahr waren es noch rund 52 Prozent gewesen, wofür der Stadtrat vom Gemeinderat Kritik einstecken musste. 6,7 Millionen flossen in Schulliegenschaften, vier Millionen ins Alters- und Spitexzentrum und 2,7 Millionen in den Strassenunterhalt, wobei etwa die Hermikonstrasse wegen Rekursen noch nicht saniert werden konnte.
Das Nettovermögen der Stadt hat sich um rund zehn Millionen auf 53,9 Millionen Franken reduziert – der Wert pro Einwohner sank also von 2168 auf 1817 Franken – und ist damit gemäss Stadtrat noch immer «relativ gross». (tba)

