Das Unheil nahm am letzten Mittwoch seinen Lauf. In den Schulhäusern Eschenmatt und Schlossberg im Rütner Oberdorf hatten sich mehrere Lehrpersonen mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte die Schulleitung den Eltern per Brief mit. Fünf von acht Klassen Klassen wurden in Quarantäne geschickt, so wie es der kantonsärztliche Dienst verlangt.
Am vergangenen Freitag wurden in den drei Klassen, die sich nicht in Quarantäne befanden, alle Schüler und Schülerinnen getestet. «Die Tests der 69 Schüler und Schülerinnen fielen alle negativ aus», sagt Schulpräsident Stephan Inauen. Er habe gehofft, dass Gröbste sei vorüber. Doch dann tauchten in den vergangenen Tagen offenbar in verschiedenen weiteren Klassen vereinzelte positive Fälle auf, die unter den Eltern zu grosser Verunsicherung führten.
Kritik an Informationspolitik der Schule
Sie äussern Kritik an der Informationspolitik der Schulleitung. Ihre Namen möchten die Betroffenen nicht in der Zeitung lesen. Eine Mutter sagt: «Die Quarantänedauer ist für uns Eltern undurchsichtig. Am Sonntagabend waren viele Eltern total verunsichert, ob sie ihre Kinder nun am Montag in die Schule schicken sollten.»
Beim Contact Tracing hiess es, die Eltern müssten auf Anweisungen der Schule warten. Die Eltern-Information sei dann aber erst am Montagnachmittag gekommen. «Darin wurden die unterschiedlichen Quarantänedauern erklärt und die negativen Test-Ergebnisse der drei Klassen mitgeteilt. Man sagte uns, die Sicherheit sei gewährleistet und die Ansteckungskette unterbrochen.» Über die Informationspolitik der Schule sagt Inauen: «Ich verstehe die Verunsicherung, aber wir konnten nicht früher informieren. Am Montagmorgen haben wir die Resultate bekommen, am Montagmittag ging der Brief an die Eltern raus.»

