Politik

Volketswiler SVP-Präsident soll seit Jahren Lohn schuldig sein

David Fischer muss sich Ende Monat vor dem Arbeitsgericht verantworten. Der Präsident der Volketswiler SVP soll einem ehemaligen Mitarbeiter seit Jahren den Lohn schuldig sein.

Volketswiler SVP-Präsident soll seit Jahren Lohn schuldig sein

Prellt David Fischer einen ehemaligen Mitarbeiter um seinen Lohn? Wie der «Blick» berichtet, soll der Präsident der Volketswiler SVP einem Ex-Angestellten rund 30’000 Franken Lohn schulden. 

2015 habe der besagte Mitarbeiter in der Gartenbaufirma von Fischer eine Stelle bekommen. Die Firma des Bruders von Kantonsrat Benjamin Fischer (SVP) sei dann aber in finanzielle Schieflage geraten. «Der Lohn kam manchmal verspätet, manchmal gar nicht, manchmal gab es ein paar Hunderter bar auf die Hand. Dann wurde ich auf den nächsten grossen Auftrag vertröstet», sagt der ehemalige Mitarbeiter gegenüber dem «Blick». 2017 habe er die schriftliche Kündigung erhalten – seither kämpfe er um seinen Lohn.

Fischer habe via Ratenzahlungen einen Kompromiss gesucht. Dies hat aber nicht zur Zufriedenheit des ehemaligen Mitarbeiters geklappt. «Es kamen ein paar Raten, dann kam wieder nichts mehr. Keine Erklärung, keine Antwort auf Mails meines Anwalts.» Zwei Tranchen seien noch Anfang dieses Jahres überwiesen worden, also knapp vier Jahre nach der Kündigung. Laut seiner Aufstellung würden immer noch 7000 Franken fehlen.

Fischer sucht aussergerichtliche Einigung

Auch David Fischer äussert sich gegenüber dem «Blick» zum Vorfall. «Ich war damals nach dem Tod unseres Vaters familiär und finanziell in einer sehr schwierigen Situation.» Dass man als Einzelunternehmer in einem solchen Fall «nicht in jedem Bereich den vollen Durchblick hat», könne leider vorkommen.

Er wisse nicht mit Sicherheit, ob er das Geld noch schuldig sei. Sollten die Klärungen ergeben, dass noch ein Betrag offen sei, werde er diesen aber «selbstverständlich» begleichen. Bis dahin werde er auch nochmals einen neuen Anlauf für eine aussergerichtliche Einigung nehmen. Fischer muss sich aber beeilen. Am 30. März soll der Fall nämlich vor dem Arbeitsgericht Uster landen.

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