Susanna Frick weiss hier zu jeder Ecke etwas zu erzählen. So viel wird schnell klar, wenn man sich mit ihr auf dem Klosterplatz in Rüti trifft. Sie zeigt auf das heutige Sekretariat des Pfarrhauses. «Früher war das ein Pfrundhaus. Dort hat man Gäste beherbergt», sagt Frick. Gleich daneben liegt der ehemalige Stall. «Den hat man Marstall genannt. Wegen dem Wort Mähre für die weiblichen Pferde.»
Die ehemalige Chronistin – im vergangenen September wurde sie pensioniert – schlägt vor, ins Amtshaus zu gehen. «Dort kann ich zeigen, wie das Kloster früher aussah.» Sie erzählt vom grossen Einfluss, den Besitz- und Reichtümern des 1206 gegründeten Klosters. Und warum es von der ersten Idee, ein Buch über die Klostergeschichte zu veröffentlichen, bis zur Umsetzung und Veröffentlichung von «Tempus vivit – Geschichte lebt» rund zehn Jahre gedauert hat.
Verse und Illustrationen
«Damals machten wir eine grosse Klosterausstellung und da kam bei mir die Idee auf, die Klostergeschichte in einem Buch festzuhalten.» Frick begann Verse zu einzelnen, herausragenden Ereignissen zu dichten und fragte den Rütner Theo Junker an, der jahrzehntelang die Karikaturen im Joweid-Heft zeichnete, ob er Illustrationen für ein geplantes Buch anfertigen wolle.
« Die Grundidee war, dass das Buch auch witzig sein soll. »
Susanna Frick, ehemalige Rütner Chronistin

