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Politik

Spuren der Pfahlbauer am Bichelsee

Forscher der Universität Basel analysieren zurzeit einen sieben Meter langen Bohrkern. Dieser stammt aus den Tiefen des Bichelsees. Erste Ergebnisse geben Hinweise auf eine frühzeitliche Zivilisation in der Ufergegend.

Archäologen müssen manchmal wortwörtlich im Dreck buddeln, um Grossartiges zu entdecken. Dabei kann jeder noch so winzige Fund von Bedeutung sein. Im Falle des Amts für Archäologie Thurgau (AATG) ist der entscheidende Gegenstand pflanzlichen Ursprungs: Ein Leinsame, der knapp 5000 Jahre alt sein dürfte.

Gefunden hat ihn, wie die «Wiler Zeitung» unlängst berichtete, die Pollenkundlerin Lucia Wick. Gemeinsam mit anderen Forscherinnen und Forschern der Universität Basel untersucht sie zurzeit einen sieben Meter langen Bohrkern aus dem Bichelsee. Dieser gibt Einblick in eine tausende Jahre alte Vergangenheit.

«Lein ist eine Nutzpflanze»

In der untersten Schicht dieses Bohrkerns entdeckte Wick den kleinen Leinsamen und datierte ihn in die Epoche des Spätneolithikums. Also in den jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit, der von 3500 bis 2800 v. Chr. dauerte. Das Besondere daran: Der Same ist ein Indiz für menschliche Zivilisation.

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