Abo

Politik

Kanton lenkt ein und prüft Alternativen zur Einzäunung

Die Baudirektion des Kantons Zürich hat auf Druck von Vereinen und Privatpersonen umgeschwenkt. Statt einer dauerhaften Absperrung prüft sie nun eine Sanierung des historischen Wehrs beim Ausfluss des Greifensees.

Seit dem 23. Februar ist die beliebte Wehranlage am Ausfluss des Greifensees für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Während Jahrzehnten durfte man die historische Brücke betreten und die 130 Jahre alte Wehr-Mechanik von Nahem betrachten. Nun versperren neu errichtete Stahlzäune den Zugang. Am verschlossenen Zauntor ist ein Verbotsschild angebracht.

Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) der Baudirektion des Kantons Zürich hat Ende Januar dieses Jahres kommuniziert, dass die Sicherheit der Anlage nicht mehr gewährleistet sei. Weil der Kanton als Eigentümer der Anlage für Unfälle haftet, entschied man sich kurzerhand, die Anlage einzuzäunen. Auf diese Ankündigung folgten zahlreiche Leserbriefe und Wortmeldungen von Personen, die diesen Entscheid bedauerten und in Frage stellten (wir berichteten)

«Er sprach vor Ort von Paragraphen, die ihn zwingen würden, die Anlage einzuzäunen und dies sei unwiderruflich.»

René Leonhard, Präsident Sportfischerverein Glattal

Zur selben Zeit formierte sich auch Widerstand bei Fischervereinen und Ornithologen. Die Gemeinden Fällanden und Schwerzenbach seien zunächst passiv gewesen, sagt René Leonhard. Er ist Präsident des Sportfischervereins Glattal, vertritt aber auch die Interessen zwei weiterer Vereine. Mit anderen Vertretern gelangte er wiederholt an die Baudirektion und erwirkte eine Begehung der Anlage. An dieser nahm dann mit  Gemeinderat Ruedi Maurer (parteilos) auch ein Vertreter der Gemeinde Fällanden teil.

Treffen eskaliert

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?