Ab 2024 wird es keinen Zeltplatz mehr am Pfäffikersee geben. Die Aufhebung des Ausliker Campingplatzes ist eine der Kernmassnahmen des Mobilitäts- und Umweltkonzeptes, das der Regierungsrat im September 2019 vorgestellt hat. Gefreut hat dieser Entscheid scheinbar nur wenige.
Eine Gruppe Ausliker hat sich im letzten Jahr mit einer Unterschriftensammlung an Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) gerichtet, mit der sie sich gegen die «unnötigen, unverhältnismässigen und kontraproduktiven Massnahmen» wehren. Und der Zeltplatz-Chef doppelte mit einer weiteren Petition nach.
Touristische Attraktion geht verloren
Doch auch Naturschützer sind nicht nur begeistert. «Da der jetzige Campingplatz mitten im Natur- und Moorschutzgebiet liegt, ist dieser Entscheid zwar nachvollziehbar und aus Sicht des Naturschutzes am Pfäffikersee gerechtfertigt», sagt Bernhard Huber, Präsident der Vereinigung Pro Pfäffikersee. Trotzdem setzt er sich nun für einen Alternativstandort ein. «Denn die Aussicht, dass ab 2024 am Pfäffikersee keine Möglichkeit mehr zum Campieren und Zelten vorhanden sein soll, ist bedauerlich.»
Eine touristische Attraktion für die Pfäffikerseeregion gehe damit verloren. Das Campieren und Zelten ausserhalb von Naturschutzgebieten sei zudem eine durchaus umweltverträgliche und familienfreundliche Art, wie man Ferien und Ausflüge in naturnaher Umgebung verbringen kann.

