Die Schweiz ist eine Kaffetrinker-Nation: Über 1000 Tassen Kaffee pro Jahr werden durchschnittlich konsumiert – das sind täglich drei Tassen. Damit gehören Herr und Frau Schweizer zur internationalen Weltspitze. Leider hat das beliebte Genussmittel auch den grössten ökologischen Fussabdruck aller Getränke.
Wie der Journalist Mathias Plüss in seinem kürzlich erschienenen Büchlein «Weniger ist weniger. Klimafreundlich leben von A-Z» ausführt, entspricht der Konsum jeder Tasse Kaffee bezüglich Umweltemissionen einer Autofahrt von einem Kilometer. Besonders Ressourcen belastend sei dabei der Anbau durch massive Abholzung von Wäldern und exzessivem Dünger-Einsatz.
Zwanzigfache Kosten
Der Dübendorfer Andre Conte und die St. Gallerin Corinne Koller sind vor zwei Jahren mit ihrem Start-up Atinkana angetreten, um in der Schweiz Kaffee anzubieten, der möglichst nachhaltig bleibt. «Wir versuchen bei jedem Produktionsschritt das Maximum an Nachhaltigkeit herauszuholen», sagt Conte.
So verschifft Atinkana einmal jährlich mit dem Segeltransportschiff einer holländischen Firma 14 Tonnen Kaffee von Kolumbien nach Amsterdam. «Das kostet das Zwanzigfache eines Transports mit einem CO2-intensiven Frachter.»

