Am späteren Donnerstagnachmittag können die Feuerwehrleute endlich durchatmen: Ihr Job beim abgebrannten Fabrikgebäude in Hinwil ist getan. Die Schläuche wurden zusammengerollt, erste Einsatzleute ziehen sich ihre Helme aus. Sie wirken erschöpft, sehen müde aus – der Vollbrand in der Bührer Traktorenfabrik AG hat sie viel Kraft und Schlaf gekostet.
Viel blieb vom Gebäude nicht übrig. Einige Mauern stehen noch. Das Dach sowie das Innere des Gebäudes sind komplett in sich zusammengestürzt. Überreste von Fensterläden hängen wie gekochte Spaghetti von den Grundmauern hinab, auf dem Boden liegen Scherben – die Fenster zerbarsten unter der Hitze.
«Rundherum hat es nichts mehr, das Feuer fangen kann.»
Daniel Gamper von der Feuerwehr Hinwil
Daniel Gamper, Stellvertretender Kommandant des Feuerwehrstützpunkts Hinwil, war wegen des Brandes über 24 Stunden im Einsatz. «Wir haben die ganze Nacht Brandwache gehalten.» Am späteren Donnerstagnachmittag ist der Brand so weit gelöscht, dass sich die Feuerwehr guten Gewissens zurückziehen konnte.
Einzig kleinere Mottbrände seien in den Trümmern noch auszumachen, sagt Gamper. An die komme man von aussen jedoch nicht ran. Gefährlich seien sie nicht: «Rundherum hat es nichts mehr, das Feuer fangen kann.»

