Am Dienstagmittag herrscht beim Schulhaus Fehraltorf starkes Verkehrsaufkommen. Grosse Familienautos und Sportwagen mit einem Kindersitz auf dem Beifahrersitz kreuzen sich. Dahinter drückt ein weiterer Autofahrer auf die Hupe – der Verkehr geht ihm zu schleppend voran. Er setzt zum Überholen an.
Einige Meter weiter vorne: Dutzende von Schulkindern, die gerade den Unterricht verlassen haben. Sie bewegen sich in Gruppen fort, spielen fangen, rennen auf die Strasse zu. Der Blick ist dabei auf die Gspänli gerichtet, nicht auf das überholende Fahrzeug. Der Fahrer sieht die Kinder rechtzeitig und bremst. Alle kommen mit einem Schrecken davon, es bleibt bei einer brenzligen Situation. Diese haben sich in der letzten Zeit aber gehäuft, wie Peter Andenmatten, Polizist bei der Kommunalpolizei der Region Pfäffikon sagt. «Auf besagter Strasse kommt es immer wieder zu heiklen Verkehrsmanövern, da sich die Elterntaxis zu bestimmten Tageszeiten häufen.»
«Besser wir handeln, bevor etwas Schlimmeres passiert.»
Marcel Wehrli, Gemeindeschreiber Fehraltorf
Nun hat der Gemeinderat durchgegriffen und ein vorübergehendes Halteverbot verfügt. Personen, die mit ihrem Auto entlang der Schulhausstrasse anhalten, um jemanden ein- oder aussteigen zu lassen, werden seit Montag gebüsst. Wie Gemeindeschreiber Marcel Wehrli ausführt, stellte die Schulpflege Fehraltorf einen entsprechenden Antrag, weil es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen war. Einen Unfall habe es bis jetzt noch nicht gegeben. «Besser wir handeln, bevor etwas Schlimmeres passiert», so Wehrli.
Appellieren half nicht

