Nach dem Eingang des neuen Coworkerei in Pfäffikon muss man eine Weile suchen. Einmal drin, bietet sich ein Blick auf zwei Stockwerke, dazu kommt eine Küchenecke und ein Pausenbereich. Die Räume werden von der Firma Marenco an der Dorfstrasse zur Verfügung gestellt. In den letzten Monaten sind hier 13 öffentliche Arbeitsplätze entstanden.
«Wir könnten die Tische schon noch enger stellen, aber das wäre im Moment keine gute Idee», sagt Viktor Pfister. Er ist der Präsident des Vereins «Coworking Pfäffikon ZH». Eigentlich wollten er und die weiteren ehrenamtlichen Helfer, die beim Aufbau des Angebots dabei waren, den Coworking-Space bereits am 1. Februar eröffnen. «Wir hatten sogar schon Anmeldungen von Interessierten», sagt Pfister. Doch diesem Vorhaben hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht.
«Jetzt oder nie»
Im Januar letzten Jahres fand die erste Informationsveranstaltung statt, organisiert von der Gemeinde Pfäffikon. Der Gemeinderat hatte eine Anschubfinanzierung von rund 25‘000 Franken gesprochen, um einen Coworking-Space aufzubauen. Viktor Pfister nahm damals an der Veranstaltung teil und schloss sich der kleinen Projektgruppe an, die sich im Anschluss bildete und die sich für den Aufbau und die Standortsuche des Angebots engagieren wollte. Zunächst blieb er aber im Hintergrund.
Als Selbständiger arbeitet Pfister schon seit 20 Jahren zuhause im Homeoffice als Finanzberater. «Ich kenne daher die Vorteile.» Vor allem die Nähe zu seiner Familie und die zusätzliche Zeit, die ihm durch den Wegfall des Pendelns bleibt, sind für ihn wichtige Faktoren. Viele andere hätten diese Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, aber nicht. Darum wollte er sich für einen Coworking-Space einsetzen.

