Niemand will je auf sie angewiesen sein und doch ist jedermann froh, im Notfall auf sie zählen zu können – die Feuerwehr. Deutlich wurde dies unter anderem vor wenigen Wochen, als die Männer und Frauen in ihren auffälligen Einsatzanzügen damit beschäftigt waren, Strassen und Gehwege von umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen zu befreien, welche der immensen Schneelast nicht gewachsen waren.
Zahlreiche Einsätze
Kaum war dies erledigt, galt es den Kampf gegen die grossen Mengen Schmelzwasser aufzunehmen. Roman Siegenthaler, Kommandant der Feuerwehr Zell, zählte allein im Monat Januar bereits 20 Einsätze – der Jahresdurchschnitt liegt bei rund 40 Einsätzen. Die gleiche Situation beschreibt Christian Wullschleger, der seit Anfang dieses Jahres Kommandant der Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg (TWW) ist. Im Rahmen der Kommandoübernahme hat er mit seinem Team einige organisatorische Änderungen in Angriff genommen.
«Ich glaube, wir sind die einzige Feuerwehr, die sich nicht um umgestürzte Bäume kümmern musste.»
Beat Bosshard, Kommandant Feuerwehr Bauma
Dazu kamen dann im Laufe des Monates Januar noch 19 Einsätze, vorwiegend wegen Schnee und Wasser. «Das war wirklich ein spezieller Monat», erklärt Wullschleger. Entspannter kann da Beat Bosshard, Feuerwehr-Kommandant in Bauma, zurückblicken. Gerade einmal zwei Einsätze fielen im ersten Monat dieses Jahres an: «Ich glaube, wir sind die einzige Feuerwehr hier im Oberland, die sich nicht um umgestürzte Bäume kümmern musste.»

