Das sieht nach viel Arbeit aus. Oder besser nach getaner Arbeit. Oder es sind Papiere eingeordnet, die ihre Relevanz verloren haben, aber doch noch so wichtig sind, dass sie behalten werden. Ihr Schicksal: irgendwann ist die Aktualität kalter Kaffee, eine Räumaktion startet und schwupps sind sie weg. Und das Gestell fühlt sich äusserst erleichtert.
Solche Ablagen gibt es sicher Tausende, in Büros, in Kellern, Abstellkammern, auf Estrichen. Summiert man das weltweit, ergibt sich eine Schwindel erregende Menge an Papier mit einem exorbitanten Gewicht. Ganz zu schweigen vom Platz, der gebraucht wird. Ganze Archive sind voll mit Zetteln, Akten, Büchern. Alle gefüllt mit Dokumenten, Siegeln, Unterschriften, Zahlen, Buchstaben. Alle darauf harrend wieder entdeckt und gebraucht zu werden. Vielleicht von neugierigen Forschern oder von themensuchenden Studenten. Ob sich der Aufwand lohnt, kann ich nicht beurteilen.
Was mir hingegen zu denken gibt, ist dass die Flut täglich, ja stündlich wächst und der Platz knapper und knapper wird. Ein Rezept dagegen? Sehe ich nicht, gilt doch nach wie vor das Sprichwort: «Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare!» (Guy A. Lang)

