Diese Woche diskutiert der St. Galler Kantonsrat über die Unterstützungsgelder für von der Coronakrise betroffenen Firmen. Gebannt wartet Atzmännig-Geschäftsführer Roger Meier auf die Debatten. Denn auch die Seilbahnen sind Teil des Gesetzesentwurfs der Kantonsregierung. Und Meier sagt dazu: «Ich kann mir vorstellen, dass wir etwas abgestraft werden und keine Unterstützung erhalten.»
Tatsächlich ist aktuell unklar, ob die Sportbahnen am Atzmännig Geld aus den Härtefallgeldern des Kantons erhalten. Denn das Unternehmen gilt als wirtschaftlich innovativ und vor allem gesund. Dieser Eindruck wird aber laut Meier verzerrt. Die Sportbahnen verzichten zurzeit darauf, neue Mitarbeitende anzustellen. Seit einem Jahr wurden Investitionen zurückgestellt. Dividenden gab es zuletzt ebenfalls keine.
Investitionen und Stellen bedroht
Dadurch stehen die Atzmännig Sportbahnen nicht vor dem Konkurs. Meier befürchtet nun aber längerfristig einen Investitionsstau. Für die geplante Millioneninvestition Flyline wird das Unternehmen zwar ein Baugesuch bei der Gemeinde Eschenbach einreichen. Aber: «Ob wir diese Investition stemmen können, bleibt aktuell offen.» Denn unter den gegebenen Umständen seien lediglich noch «Must-Have-Projekte» möglich.
Offen ist die Situation laut Meier auch beim Personal: Stelle sich nicht schon bald «Normalbetrieb» ein, so so stünden weitere Arbeitsplätze auf der Kippe. Die Zahlen sehen folgendermassen aus: Gegenüber 2019 erwirtschaftete das Unternehmen letztes Jahr knapp 30 Prozent weniger; ein Umsatzrückgang von 1,5 Millionen Franken. Auch im Vergleich zu 2018 liegen die Einbussen 2020 bei etwas über 20 Prozent.

