Wieder einmal dreht sich in Weisslingen alles um das liebe Geld. Im Dorf regiert die Angst. Die Angst vor einschneidenden Sparmassnahmen oder davor, dass der Regierungsrat über die Gemeindefinanzen entscheiden könnte.
An der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember sorgte das Budget für hitzige Diskussionen. Schliesslich wies eine Mehrheit der Stimmbürger dieses zur Überarbeitung an den Gemeinderat zurück. Verschiedene Votanten sowie die Rechnungsprüfungskommission verlangten zusätzliche Sparbemühungen.
Schwarze Null im zweiten Anlauf
Im neuen Jahr war der Gemeinderat nur beschränkt handlungsfähig. Er konnte nur Ausgaben tätigen, die für die ordentliche und wirtschaftliche Verwaltungstätigkeit unerlässlich sind. Bereits vor drei Jahren hatten die Stimmbürger das Budget abgelehnt. In der Folge musste die Gemeinde während zwei Monaten mit einem Notbudget kutschieren.
An der ausserordentlichen Budgetversammlung vom 22. Februar kommt es zum Showdown. In der Weisung zeigt der Gemeinderat auf, wo er Sparpotenzial sieht. Total will er 530‘000 Franken einsparen und damit eine schwarze Null erreichen. « Wir haben die einzelnen Konten durchgeschaut und die Notwendigkeit geprüft » , sagt Gemeindepräsident und Finanzvorstand Andrea Conzett (WF).

