Mit dem geplanten Kreiselbau kommt dem alten Kernbereich von Turbenthal mehr Aufmerksamkeit zu. Im Fokus steht dieses Mal das Schloss, von dem die kantonale Denkmalpflege Zürich einst schrieb: «Das Schloss Turbenthal gehört im Tösstal zu den sehr seltenen repräsentativen Bauten des 17. Jahrhunderts.»
Im so umschriebenen Gebäude befindet sich schon seit vielen Jahren die Stiftung Schloss Turbenthal, die aus der einstigen Taubstummenanstalt entstanden ist. Im Verlauf der Jahre ist durch Zubauten ein Dorf im Dorf entstanden – das Gehörlosendorf . Es ist gemäss der Stiftung «Lebens-, Arbeits- und Sozialraum für und mit Menschen mit spezifischem Unterstützungsbedarf, insbesondere Menschen mit einer Hörbehinderung und weiteren Krankheitsbildern».
Aus den Anfangsjahren
Das gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen beschäftige derzeit 120 Personalangestellte und 85 Mitarbeitende an geschützten Arbeitsplätzen in diversen Bereichen, erklärt Geschäftsführerin Annette Kahlen. Aktuell biete die Stiftung 72 Bewohnerinnen und Bewohnern ein Zuhause. In seiner Konzeption ist das Gehörlosendorf einzigartig in der der Schweiz.
Erbaut wurde das «Untere Schloss» gemäss der Turbenthaler Chronik im Jahr 1666 von Johann Christoph von Breitenlandenberg (1631–1701), der sich 1667 mit Sabine Imthurn vermählte.

