Kein Tag vergeht, an dem sich nicht Leute lauthals darüber beschweren, was bei der Bewältigung der Corona-Krise alles falsch gemacht wird. Die Bildungsdirektorin verordnet Masken für die Primarschüler. Die Gesundheitsdirektorin stampft die Impfzentren nicht schnell genug aus dem Boden. Die Volkswirtschaftsdirektorin behandelt die Unterstützungsgesuche zu bürokratisch. Und der Finanzdirektor zahlt die Hilfsgelder nicht schnell genug aus.
Natürlich ist es immer einfach, sich darüber auszulassen, wo andere falsch entschieden haben. Doch in den nächsten Wochen wird ein Punkt kommen, wo wir alle gefordert sind, selber eine Entscheidung zu treffen. Die Frage, der sich jede und jeder von uns stellen muss: «Lasse ich mich impfen oder nicht?»
Natürlich sind mit dieser Frage viele weitere Fragen verbunden. Schützt die Impfung auch wirklich gegen das Coronavirus? Weiss man genug über Nebenwirkungen? Riskiere ich gesundheitliche Schäden? Und letztlich mündet alles in die eine und entscheidende Frage: Wem kann, soll und darf ich vertrauen?
«Schönwetterkapitänen, die Stürme nur aus Lehrbüchern kennen, begegne ich skeptisch.»
Mir fehlt es an elementarsten Grundlagen über Biologie, Virologie und Epidemiologie, um mir eine eigene unabhängige Meinung über Nutzen und Risiken einer Impfung bilden zu können. Übrigens geht mir das auch in ganz vielen andern Bereichen meines Lebens genau gleich. Sei es, wenn es darum geht, Geld anzulegen, ein Fahrzeug zu kaufen oder ein Haus zu bauen. Ich bin bei all diesen Herausforderungen auf den Rat von Experten angewiesen und höre deshalb gerne zu und lerne von ihnen.

