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Politik

Das Medizinstudium nach japanischer Gefangenschaft

Seine Jugend verbrachte er unter anderem in Mexiko und Indonesien. Nach der Rückkehr in die Schweiz eröffnete er 1965 die erste Kinderarztpraxis im Bezirk Hinwil. Vor kurzem ist Richard Meyer-Schläpfer gestorben.

Vor kurzer Zeit verstarb im Alterswohnheim Wildbach in Wetzikon Dr. Med. Richard Meyer-Schläpfer. Der 92-Jährige war der erste und über längere Zeit einzige Kinderarzt im Bezirk Hinwil.

Meyer-Schläpfer wurde 1929 im mexikanischen Tampico geboren, da sein Vater als Geologe bei der Erdölfirma Royal Dutch Shell arbeitete. Er verbrachte seine Jugend darum in verschiedensten Ländern, unter anderen in Mexiko und dem heutigen Indonesien, wo seine Familie während des Zweiten Weltkriegs die erbarmungslose japanische Besetzung mit Gefangenschaft und vielen Entbehrungen miterlebte.

Dank dem Durchhaltewillen seiner Eltern und viel Glück entkam die Familie 1945 den Kriegswirren in Asien und kehrte in die Schweiz zurück. Hier studierte Meyer-Schläpfer in Zürich nach bestandener Matur Medizin und absolvierte die harte Zeit als Assistenzarzt in den Spitälern Glarus, St. Gallen und dem Kinderspital Zürich. «Lehrjahre sind keine Herrenjahre», war die Devise seines strengen Professors Guido Fanconi. Meyer-Schläpfer wurde mit Leib und Seele Kinderarzt.

Drei Jahrzehnte  «Chindlimeyer»

1960 heiratete er die Kinderkrankenschwester Heidi Schläpfer, die ihn lebenslänglich begleitete und unterstützte und mit der er zwei Söhne und eine Tochter grosszog. Am 1. Mai 1964 eröffnete der Kinderarzt die erste pädiatrische Praxis des Bezirks Hinwil in Wetzikon.

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