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Politik

Das Geheimnis der Tösstaler Felsreliefs

Nur wenige kennen sie: Die zwei Felsreliefs im Tösstal aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Der vierte Teil der Serie über die Spuren der Internierten im Zweiten Weltkrieg bringt etwas Licht ins Dunkel.

Kaum einer sieht die Figur im Fels, dabei befindet sie sich an einem viel begangenen Weg zwischen Sennhof und Kollbrunn, etwa 200 Meter nach der kleinen Brücke über die Töss. Das Flussufer liegt bereits auf dem Gemeindegebiet Kyburg-Effretikon.

Im Fels, etwa 30 Meter über der Strasse, ist ein Relief zu erkennen, das in den weichen Sandstein gehauen wurde.  Man sieht die Figur nur im Winter gut und auch dann nur, wenn man weiss, wo man hinschauen muss. Im Sommer wird sie von den Blättern der Bäume verdeckt.

Der nackte Mann

An einem kalten und nassen Dezembermorgen machen wir uns daran, diese Figur zu untersuchen und zu fotografieren. Mit etwas Mühe gelingt es uns, durch das nasse und rutschige Laub zu einem Baum unterhalb der Figur zu klettern. Noch immer wird unser Blick von trockenem Laub, das in den Bäumen hängengeblieben ist, behindert.

Weiter hoch trauen wir uns im Moment nicht, zu gross ist die Gefahr abzurutschen. Aber immerhin sind wir nun nahe genug, um zu erkennen, was hier dargestellt wurde: Es ist ein Aktbild eines kräftigen Mannes von hinten. Die Figur ist als Relief in den weichen Tösstaler Sandstein geschnitten. Wer immer das gemacht hat, wusste, was er tat.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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