Die Infotafel ist von ihrem Holzpfahl gefallen und liegt jetzt etwas verloren dort im Gras, am Wegrand der Fuchsbühlstrasse in Bubikon. Jürg Raths bückt sich, hebt die Tafel auf und stellt sie zurück. «Noch mehr Natur zerstören? NEIN danke!» steht darauf. Daneben eine Karte, auf der mit einer dicken roten Linie das Gebiet umrandet ist, das zu einer Service- und Gleisanlage für die SBB werden soll.
An diesem Samstag haben sich Gegnerinnen des Projekts hier versammelt – einer von ihnen ist der Demeterbauer Raths – um zu protestieren.
Gerade machen die Protestierenden Pause, sie stehen in Gummistiefeln oder Wanderschuhen auf dem Vorplatz eines betroffenen Bauern, manche halten sich an warmem Kaffee fest, es ist kühl und sie sind schon seit Stunden hier. Mittendrin die Gemeindepräsidentin Andrea Keller mit pinker Maske, Lesebrille im Haar.
Andrea Keller (parteilos), Gemeindepräsidentin Bubikon
«Das ein sehr einschneidendes Projekt, die Lebensqualität würde abnehmen. Auch die Optik wäre definitiv ein Problem. Wir haben ja das Ritterhaus, das wir anpreisen. Auf unserem Nutzland so etwas verwirklichen zu wollen: Das geht gar nicht. Wir als Gemeinderat wollen das für Bubikon nicht. Ich bin heute hier, um das zu unterstreichen. Jetzt machen wir uns schlau, was wir gegen die Richtplanänderung tun können. Die Zeit ist sehr knapp. Wir versuchen, möglichst viele, möglichst differenzierte Stimmen einzuholen. Wir wollen uns wehren.»

