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Politik

Diese Strassen werden in Turbenthal saniert

Die Tösstalstrasse soll im Dorfkern in drei Etappen instandgesetzt werden. Ausserdem muss die Tössbrücke nach Wila ersetzt werden. Ein Überblick über die wichtigsten Strassenprojekte – und deren provisorischen Zeitplan.

«In Turbenthal stehen in den nächsten zehn Jahren tatsächlich sehr viele Projekte an», schreibt Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion, auf eine schriftliche Anfrage der Redaktion. Wir wollten wissen, welche Strassen in den nächsten Jahren in Turbenthal saniert werden – und zu welchem Zeitpunkt etwa. Hier der Überblick:

  • Die Sanierung der ersten Etappe der Tösstalstrasse ist im kommenden März geplant. Sie beinhaltet den Bau eines Kreisels bei der reformierten Kirche Turbenthal. Hierfür soll die Tösstalstrasse zwischen Turbenthal und Wila für sechs Monate gesperrt werden. Der Autoverkehr wird über Wildberg umgeleitet werden. Die Gemeinde Wila hat gegen diese Verkehrsführung bei der Baudirektion rekurriert – und gegen einen Zwischenentscheid Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben. Wie es mit dem Verfahren weitergeht, ist derzeit offen.
     
  • Zeitgleich mit dieser ersten Etappe ist vorgesehen, die Girenbadstrasse im oberen Bereich zu sanieren – und zwar von unterhalb des Gasthofes bis zur Gemeindegrenze Zell. Kürzlich hat die Gemeinde Turbenthal die vorübergehende Verkehrsanordnung des Tiefbauamts auf ihrer Internetseite publiziert. Und demnächst erscheint die amtliche Anzeige dazu auch im «Tößthaler». Die Strasse soll im Zeitraum vom 15. März bis 11. Juni 2021 in drei Etappen saniert werden. Für den Durchgangsverkehr ist sie jeweils voll gesperrt.
     
  • Im nächsten Jahr plant das kantonale Tiefbauamt die Sanierung des Radwegs an der St. Gallerstrasse von Kehlhof bis an die Thurgauer Kantonsgrenze.
     
  • Für 2023/24 ist die Sanierung der zweiten Etappe der Tösstalstrasse angesetzt. Es handelt sich um die Strecke vom zukünftigen Kreiselstandort bis zum Abzweiger Richtung Girenbad. Die Strasse soll in diesem Abschnitt dörflicher gemacht werden. Geplant ist, dass die Strasse auf der östlichen Seite ein durchgehendes Trottoir erhält. Rund 50 Grundstückeigentümer müssen hierfür Land gegen Entschädigung abgeben. Für den Einbau des Deckbelags ist eine Vollsperrung vorgesehen. So steht es im technischen Bericht. Diese Sperrung würde wenige Tage dauern und könnte über ein verlängertes Wochenende ausgeführt werden.
     
  • 2023/24 soll ausserdem die Tössbrücke zwischen Turbenthal und Wila durch einen Neubau ersetzt werden. Laut Thomas Maag bestehe zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der frühen Projektphase noch kein Konzept für die Verkehrsführung während diesem Ersatzneubau. Geplant sei jedoch, die Achse Turbenthal-Wila während der Bauzeit offen zu halten. Doch wie? Mit einer Umleitung? Laut Thomas Maag nicht zwingend: «Bei der Rheinbrücke in Flaach machen wir das zum Beispiel mit einer Ersatzbrücke.»
     
  • 2023/24 ist zudem angedacht, die Girenbadstrasse im unteren Bereich zu sanieren.
     
  • 2025 oder 2026 folgt die Sanierung der Tösstalstrasse vom Chatzenbach Turbenthal bis Wila. Doch wieso wird diese Strecke nicht zeitgleich mit dem Ersatzbau der Tössbrücke gemacht? Dazu Thomas Maag: «Weil für die Sanierung der Tösstalstrasse zuerst ein Projekt erarbeitet werden muss, das nach Strassengesetz aufgelegt wird. Zwischen dem Ersatzneubau der Brücke und dem Strassenprojekt können aufgrund der unterschiedlichen Arbeiten – mit Ausnahme des Deckbelags – keine Synergien genutzt werden.» Zudem erfordere der statische Zustand der Brücke, dass sie so schnell wie möglich ersetzt werde.
     
  • 2027 oder 2028 soll die St. Gallerstrasse zwischen Oberhofen und Bichelsee (bis zur Kantonsgrenze) saniert werden.
     
  • 2028 oder 2029 folgt dann die Sanierung der dritten Etappe der Tösstalstrasse vom Abzweiger nach Girenbad bis nach der Grosshalle.
     

Thomas Maag betont, dass das provisorische Angaben seien. «Diese Termine und auch die Reihenfolge können sich aufgrund von Einsprachen und der Koordination mit anderen Baustellen ausserhalb Turbenthals noch ändern.»

Eine solche Konzentration von Projekten hat laut Maag immer mehrere Gründe. Einerseits hänge eine Sanierung vom Zustand der Strasse ab. Dann könne ein Neubau-Projekt der Treiber sein, wie zum Beispiel der Kreisel. Schliesslich führe man Sanierungen auch im «Schatten» einer anderen Baustelle durch. «So wird zum Beispiel dieses Jahr die Sanierung der Girenbadstrasse im oberen Teil bewusst parallel zur Tösstalstrasse realisiert.»

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