Im Juni wird über den 2,3 Millionen Franken schweren Projektierungskredit fürs Kulturzentrum auf dem Zeughausareal Uster abgestimmt. Die SVP ergriff im November – einen Tag nach Absegnung der Vorlage im Gemeinderat – das Referendum und reichte Mitte Januar die dafür nötigen Unterschriften ein.
Der Hauptvorwurf der SVP lautet: Das Kulturzentrum sei zu teuer. Sie führt in ihrer Medienmitteilung zum Referendum eine Gesamtkostenschätzung von 30 Millionen Franken an, die den im Gemeinderat beschlossenen Kostenrahmen von 20 Millionen bei weitem sprengen würde. Und genau das ist die Schwierigkeit dieser Abstimmung: Verfechter und Gegner des Projektierungskredits stellen die Zahlen in der Bilanz nämlich unterschiedlich in Beziehung.
10 Millionen zu viel oder 2,5 Millionen zu wenig?
Tatsächlich beziehen sich die von der SVP angeführten 30 Millionen Franken auf die Gesamtkosten des Baus, inklusive Fremdgeldern und Parkplätzen, die in der Weisung des Gemeinderats zum Projektierungskredit geschätzt werden. Die 20 Millionen Franken sind jedoch eine Zielgrösse für die Beteiligung der Stadt ohne Fremdgelder und ohne Parkgarage. Diese sowie die zugehörige Zufahrtsrampe werden mit 7,1 Millionen Franken veranschlagt.
Die Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) sagt sogar: « Im Projektierungskredit werden die Gesamtinvestitionskosten ohne Parkgarage mit 23,5 Millionen Franken ausgewiesen. Zudem wird eine Beteiligung von Dritten wie Kanton und Gemeinden veranschlagt – in der Höhe von 6 Millionen Franken. Die Investitionskosten für die Stadt Uster betragen somit 17,5 Millionen Franken und unterschreiten den Kostenrichtwert des Gemeinderats sogar um 2,5 Millionen Franken. »

