Politik

Tierarztsprechstunden auf der Gasse

Tierarztsprechstunden auf der Gasse

Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) setzt sich für randständige Tierhalterinnen und Tierhalter ein. Wie die Stiftung mit Sitz in Kollbrunn mitteilt, führt sie deshalb das Projekt «Sozialarbeit für Tiere» durch . Damit will sie verhindern, dass die tiermedizinische Grundversorgung in der Schweiz am kleinen Portemonnaie scheitert.

«Viele mittellose Personen haben als einzigen Partner ein Tier an ihrer Seite, können aber nicht oder nur ungenügend für deren Unterhalt oder gar tierärztliche Versorgung aufkommen», schreibt die SUST. Die Folge sei, dass die Tiere im Stillen oft über Jahre vor sich hin leiden würden. Das SUST-Projekt ermöglicht diesen Tieren Zugang zu den wichtigen und grundlegendsten Behandlungen.

Grosse Nachfrage

Wie die Stiftung erklärt, funktioniert der Ablauf der SUST-Tierarztsprechstunden fast gleich wie derjenige in der gängigen Tierarztpraxis: Die Tierhalter melden sich für einen Termin an und stellen ihr Tier vor. Nach der allgemeinen Untersuchung durch den SUST-Tierarzt werden die erforderlichen Behandlungen vorgenommen. Dies zu stark reduzierten Preisen und nicht in einer Tierarztpraxis, sondern in den Räumen der entsprechenden Gassenarbeiten und Integrationsprojekten.

Nebst der medizinischen Behandlung der Tiere habe auch die Aufklärung im persönlichen Dialog mit den Tierhaltern einen hohen Stellenwert, heisst es in der Mitteilung weiter. «D enn vielen gesundheitlichen Problemen kann bereits mit einfachen Veränderungen in der Tierhaltung vorgebeugt werden.»

Aktuell führt die SUST Sprechstunden in regelmässigen Abständen in Wil und Biel durch. Die Nachfrage nach freien Terminen ist gross.  (agy)

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