Allgemein bekannt ist: Hunde sind Supernasen. Je nach Hunderasse verfügen sie über vierzig Mal mehr Riechzellen als der Mensch. Sie nehmen jede noch so kleine Duftspur wahr und besitzen auch viel bessere Fähigkeiten, diese Sinneseindrücke in ihrem Gehirn zu verarbeiten. Damit sind sie in der Lage, der Spur eines verletzten Tieres zu folgen.
Den Hund «lesen»
Die beiden Hannoverschen Schweisshunde Bonny und Brand von Tino Schenk aus Oberschlatt sind geschulte Experten darin, verletztes Wild aufzufinden. Er und seine Hunde sind so genannte Nachsucher. Ihre Aufgabe ist es, verletztes Wild nach dessen Flucht zu finden und es – sofern es nicht bereits tot ist – zu erlösen. Schenk beurteilt den Ausgangspunkt der Suche und muss seinen Hund «lesen» können. Das heisst, erkennen, ob der Hund die Spur aufgenommen hat und sich zielstrebig darauf zu bewegt.
Die Ausbildung eines Nachsuche-Hundes dauert rund dreieinhalb Jahre, die des Jägers rund fünf, bis man ein Level erreicht hat, um auch schwierige Nachsuchen zu übernehmen. Nach einer Prüfung auf der 500-Meter-Spur habe man zwar die «License-to-go», wie Tino Schenk es bezeichnet, aber noch nicht die nötige Erfahrung.
Tierschutz als oberstes Gebot

