Es gibt im Tösstal nur wenige bauliche Spuren aus der Zeit der Internierten. Eine davon ist beim Schulhaus Hirsgarten in Rikon. Der Boden mit den Pflastersteinen vor dem alten Schulhaus rechts neben der Turnhalle stammt ganz offensichtlich aus jener Zeit. Mit farbigen Steinen wurden dort das Schweizerwappen und das Wappen der Gemeinde Zell ausgelegt. Dazu die Inschrift: «DEPÔT DE GUERRE - C.H.R 1940». Früher soll es hier auch eine Gedenktafel gegeben haben.
Gedenktafel ist weg
Ruth Steinemann (Jahrgang 1928) kann sich an diese Zeit erinnern: « Bei uns im Dorf waren französische Internierte aus dem Elsass. Sie haben diesen Boden neu gemacht und auf einer Mauer auch ihre Initialen eingraviert. » Mit den französischen Soldaten hatte man freundschaftlichen Kontakt. Der Mann von Ruth Steinemann hat sie nach dem Krieg sogar einmal im Elsass besucht.
Per Telefon hatte man noch lange Kontakt. Von den Initialen an der Mauer ist heute nichts mehr zu sehen, auch die Gedenktafel ist nicht mehr da. Das erste Wappen, das am Boden zu sehen ist, zeigt ein Mühlrad und stellt wohl das Wappen von Müllhausen im Elsass dar. Wir wissen heute: Die hier internierten Franzosen kamen tatsächlich aus dem Elsass.
« Man konnte den Bedarf anmelden und dann wurden die Personen zugeteilt. »
Marianne Meier, Zeitzeugin

