Die Zahl ist erschreckend hoch. 592 Verdachtsfälle von Kindesmisshandlungen hat das Universitäts-Kinderspital Zürich im vergangenen Jahr verzeichnet. «Das ist die höchste Fallzahl, die wir bei uns je erfasst haben», teilte das Kispi am Donnerstag mit. Die Zahl ist gegenüber 2019 um 48 gestiegen.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Das Kinderspital führt die hohe Zahl zu einem grossen Teil auf die Pandemie zurück. «Wir haben alle mehr Stress», sagt Georg Staubli, Leiter der Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kispi. Das wirke sich in manchen Familien leider auch unmittelbar auf die Kinder aus. Lockdown, Homeoffice sowie im vergangenen Frühling die temporären Schliessungen der Schulen hätten vermehrt für Konflikte gesorgt.
Auch sonst stieg die Belastung. Grosseltern konnten wegen des Ansteckungsrisikos nicht mehr bei der Kinderbetreuung mithelfen. Und je länger je mehr machen sich bei vielen Menschen finanzielle Sorgen und Existenzängste bemerkbar.
Oft bleibt es beim Verdacht

