Wegen Eltern: 87 Schüler verweigern Corona-Test in Volketswil
Als Folge des Corona-Ausbruchs an der Schule Feldhof in Volketswil, hat die Schulgemeinde Mitte Januar zwei Klassen in Quarantäne gesteckt und erstmals im Kanton Zürich einen Massentest durchgeführt. In der Zwischenzeit befinden sich 9 von 24 Klassen in Quarantäne.
Von den insgesamt 421 getesteten Personen sind 37 Personen positiv getestet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von rund neun Prozent, schreibt die Schulgemeinde am Mittwoch in einer Mitteilung.
Eltern können Test verweigern
Allerdings hat das Ganze einen Haken: Es wurden längst nicht alle Schüler getestet. 87 Schüler entgingen einer Testung, weil die Eltern die Bewilligung für einen Test verweigerten. Von der Schule heisst es: «Es gibt keine Rechtsgrundlage, Schüler gegen den Willen ihrer Eltern zu testen».
Auch Massnahmen wie etwa ein vorübergehender Schulausschluss gegen Familien, die ihre Kinder nicht testen lassen, seien ebenfalls nicht möglich. Sprich: Nicht getestete Kinder dürfen weiter an den Regelklassen teilnehmen.
Keine vorsorgliche Quarantäne
Dies vermittelt eine «Scheinsicherheit», wie Schulpräsident Yves Krismer gegenüber dem «Blick» sagte. Kinder würden ständig mit anderen Kindern spielen, theoretisch müsse man deshalb alle paar Tage erneut testen.
Klassen mit nicht getesteten Kindern dürfe man auch nicht vorsorglich in Quarantäne schicken. Denn es gilt folgender Grundsatz: Wenn ein Fall einer mutierten Virusvariante vorliegt oder zwei «normale» Corona-Fälle, darf eine Klasse in Quarantäne geschickt werden.
Massentests schweizweit möglich
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch beschlossen, dass solche Massentests wie in Volketswil nun schweizweit finanziert werden. Wie sinnvoll diese Tests sind, wenn viele Eltern den Test verweigern können, steht auf einem anderen Blatt. (mae)

