Über 100'000 Soldaten fremder Heere waren in der Zeit des Zweiten Weltkriegs vorübergehend in der Schweiz interniert. Einige blieben nur ein paar Monate, andere über Jahre hinweg. Am längsten waren die 12'500 polnischen Soldaten der Zweiten Polnischen Schützendivision hier, die im Sommer 1940 zusammen mit 30'000 französischen Soldaten die Grenze überschritten hatten.
Während die Franzosen bereits in der ersten Jahreshälfte 1941 repatriiert wurden, blieben die polnischen Soldaten bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945 in der Schweiz.
Der « Polenweg » im Tösstal
Die Internierten wurden auf 1200 Ortschaften im ganzen Land verteilt, einige von ihnen kamen auch ins Tösstal. Sie waren an verschiedenen Orten untergebracht und halfen in der Landwirtschaft, bei Forstarbeiten und beim Weg- und Strassenbau. Daran erinnern zahlreiche Polenwege in der Schweiz.
Wikipedia listet gegen 25 solcher Wege auf. Einige sind im Kanton Graubünden, zum Beispiel zuhinterst im Safiental. Vier davon gibt es auch im Kanton Zürich: Auf dem Üetliberg, in Kloten und Glattfelden und schliesslich auch bei Gibswil. Der Tösstaler Polenweg führt von der Alp Scheidegg nach Oberegg.

