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Hittnauer Klasse unterstützt lokales Gewerbe

Vier Hittnauer Restaurantbetreiber und zwei Hittnauer Künstler erhielten ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Eine Sekundarschulklasse überreichte den Pandemie-Betroffenen einen symbolischen Geldbetrag.

Die Hittnauer Klasse 1B: Für den Fototermin wurden die Masken nur ganz schnell abgezogen., Die Jugendlichen haben sich eingesetzt, um den Hittnauer Gewerbetreibenden eine Freude zu machen.

PD

Hittnauer Klasse unterstützt lokales Gewerbe

Eine schöne Überraschung für Christoph Hitz: Der jüngst zurückgetretene Gemeindepräsident von Hittnau und Inhaber des Restaurants Freihof durfte letzte Woche einen Brief einer Sekundarschulklasse mit einem «Zustupf» von 100 Franken entgegennehmen.

«Wir, die Klasse 1B, wollen in dieser schwierigen Zeit mit unserer Punschaktion etwas Geld sammeln und überreichen Dir einen kleinen Beitrag. Es ist nicht viel, aber es kommt von Herzen», stand da geschrieben. Dabei war Hitz nicht der einzige, der von der Aktion der Schulklasse profitierte.

«Wir haben im Klassenrat entschieden, wer unterstützt werden soll», sagt Klassenlehrer Thomas Müller auf Anfrage. «Schliesslich fiel die Wahl auf die vier Restaurants und zwei Künstler aus Hittnau.» Ihnen allen habe ein Betrag von 100 Franken übergeben werden können. «Wir wollten damit ein Zeichen setzen. Uns ging es weniger um den Betrag als vielmehr um den Ausdruck von Mitgefühl.»

Müller und seine Frau sammeln bereits seit zehn Jahren jeweils in der Adventszeit Geld für unterstützenswerte Personen. «Ich frage meine Klasse jeweils, ob sie das Projekt durchführen möchten, denn die Herstellung des Punsches erfolgt in ihrer Freizeit.» Dieses Jahr hätten die Schüler einstimmig für die Durchführung des Projektes gestimmt und dabei bereits geäussert, dass sie auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden. «Bis jetzt haben meine Schülerinnen und Schüler kein einziges Jahr ausgelassen, das Klassenprojekt macht ihnen offensichtlich selbst auch grosse Freude.»

So hat die Klasse an einem Samstagnachmittag zusammen mit Thomas Müller und seiner Frau den Punsch gebraut. «Dieses Jahr haben sie sich dazu entschieden, den Erlös an Personen zu spenden, die stark von der Pandemie betroffen sind.»

Normalerweise verkauft Müller den Punsch mit seiner Klasse am Adventssingen am letzten Mittwochmorgen vor den Weihnachtsferien. Weil dieses nicht stattfinden konnte, wurde der Punsch an einem Stand am Rande des Schulareals zu unterschiedlichen Zeiten während der letzten Schulwoche vor den Ferien verkauft. «Meine Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Etiketten gestaltet, zwei davon haben wir für Flyer verwendet, die wir vor der Aktion im Dorf verteilt haben.

Mit Erfolg: Der ganze Punsch konnte verkauft werden, rund 100 Franken wurden zusätzlich gespendet. «Insgesamt haben wir fast 1000 Franken eingenommen», sagt Thomas Müller. Über 400 Franken haben die Zutaten für die insgesamt 80 Liter gekostet. Eine weitere Schulklasse habe ebenfalls Geld gesammelt. «Ihre frischen Guetzli passten perfekt zu unserem Punsch.»

Und für Christoph Hitz ist klar: «Sobald wir unsere Wirtschaft wieder öffnen dürfen, werde ich mir etwas einfallen lassen um meinen Dank auch zu zeigen.»

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