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Politik

Arbeiten, wo sonst ausgeschlafen wird

Andreas Hostettler und seine Frau Beatrice wandelten ihr Bed and Breakfast zu einem öffentlichen Homeoffice um. Dass noch keine Buchung eingegangen ist, sei kein Grund zur Sorge.

«Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren», meinte die Modeikone Karl Lagerfeld einst. Hätte er gewusst, dass Jogging- und Trainerhosen in Zeiten von Corona und Homeoffice zur gängigen Arbeitskleidung gehören, wäre sein Urteil vielleicht anders ausgefallen.

Nebst der richtigen Kleidung spielen jedoch auch Umgebung und technisch Ausstattung eine Rolle, wenn es um die eigene Arbeitsleistung im Homeoffice geht. Das hat Andreas Hostettler aus Pfäffikon in den letzten Monaten durch den Austausch mit seinen eigenen Mitarbeitern bemerkt. Er habe realisiert, dass das eigene Zuhause für viele Personen nicht die beste Umgebung ist, um der Arbeit nachzugehen.

BnB wird zu Homeoffice

«Konzentrationsverlust durch Kinder, Haustiere oder andere Familienmitglieder im Homeoffice, mangelhafte technische Ausstattung – all das kann einen negativen Einfluss auf die eigene Produktivität haben», sagt der 57-Jährige. Gut eingerichtete Arbeitsplätze, die unabhängig von Firmenzugehörigkeit und Tageszeit besetzt werden können, seien in Pfäffikon jedoch eine Marktlücke.

Das wollte Hostettler ändern – die Lösung für das Problem stand quasi vor seiner Nase: Zusammen mit seiner Frau Beatrice führt er seit sieben J ahren ein Bed and Breakfast (BnB), das während der letzten 10 Monaten jedoch kaum genutzt wurde. Kurzerhand entschied das Pfäffiker Ehepaar, dieses um ein BnB-Homeoffice zu erweitern und richtete in ihrem Haus drei Arbeitsplätze ein, die man mieten kann (siehe Box).

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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