Alle zwei Wochen verteilt der Verein «Aufgetischt statt weggeworfen» (ASW) in Bauma Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden dürfen. Die Auswahl wird jeweils im ersten Stock der alten Landi präsentiert. Doch damit es überhaupt soweit kommen kann, sind freiwillige Helfer unterwegs und holen die kostbare Ware bei den verschiedenen Betrieben ab, welche die übrig gebliebenen Nahrungsmittel bereitstellen.
Eine nicht zu unterschätzende Arbeit. Vor Ort müssen die Kisten in den ersten Stock getragen werden, wo flinke Hände die Lebensmittel geschmackvoll anordnen. Schliesslich wählt das Auge mit und die Warenpräsentation soll einen sauberen Eindruck hinterlassen.
Ein eingespieltes Team
Am vergangenen Montagabend hat die jüngste Verteilaktion stattgefunden. Bereits abends um sieben fahren die ersten Fahrzeuge von den Sammelstellen zurück zur alten Landi. Der Boden ist hart gefroren. Vorsichtig schleppen die im Einsatz stehenden Frauen Korb um Korb in den ersten Stock. Sie geben alles, selbst ein Lächeln für den Fotografen. Alles scheint eingespielt zu sein. Jede Hand weiss genau, was zu tun ist.
Bis um halb acht sind die Lebensmittel fein säuberlich auf den Tischen aufgereiht und alle Stühle – mit entsprechendem Abstand aufgestellt – mit einer Nummer versehen. Denn für jeden ankommenden Bedürftigen wird eine Nummer gezogen, die bestimmt, auf welchen Stuhl er sich setzen kann. Es geht nach dem Zufallsprinzip. « Diese Prozedere verhindert eine Bevorzugung » , erklärt Karin Götz, ASW-Regionalleiterin in Bauma.

