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Politik

Was Facebook mit einem Hinwiler Gottesdienst zu tun hat

Karin Baumgartner, Pfarrerin in der reformierten Kirche Hinwil, hält am Sonntag ihren ersten Gottesdienst 2021 ab. Das Aussergewöhnliche daran: Die Bevölkerung kann entscheiden, wofür oder für wen Baumgartner beten soll.

Wie kann man die Bevölkerung in einen Gottesdienst miteinbeziehen, wenn dieser kaum mehr vor Ort besucht und nur noch über einen Livestream verfolgt wird? Diese Frage hat sich Karin Baumgartner gestellt. Die 36-Jährige ist Pfarrerin in der reformierten Kirche Hinwil und steckt aktuell in den Vorbereitungen für ihren ersten Gottesdienst 2021, der am kommenden Sonntag stattfindet.

Sie hat die Antwort auf die Frage gefunden: Mittels eines Facebook-Posts hat Baumgartner die Hinwiler dazu aufgerufen, Anliegen oder Personen einzubringen, für die am Sonntag gebetet werden soll. Bisher haben immer sie oder eine Lektorin entschieden, welche Themen im Gottesdienst aufgegriffen werden. «Ich möchte jetzt einen Schritt weitergehen und die Bevölkerung stärker einbinden, indem ich auf ihre Bedürfnisse eingehe», so Baumgartner.

Sie hat bereits einige Inputs erhalten, wie sie sagt. Viele davon drehen sich um die Themen Vertrauen, Liebe oder Einsamkeit, ausgelöst durch Isolation oder Quarantäne. Um noch mehr Personen zu erreichen, hat sie noch einen zweiten Aufruf gestartet – mit einer kircheneigenen Handpuppe namens Mathilda. «So möchte ich Kinder und Familien abholen.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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