Er war für die Bühne geschaffen. Unglaublich inspiriert, ein Strahlemann, ein Träumer. Sein Charisma war vereinnahmend, sein Optimismus nicht zu trüben. Nun ist Ramon Margharitis verstorben – viel zu früh, mit 32 Jahren. Er starb nach einer Operation.
Der Wetziker gehörte mit seiner Band Manolo Panic zu den Pionieren des Schweizer Indierocks des 21. Jahrhunderts. Als deren Frontmann feierte er Erfolge weit über die Landesgrenzen hinaus, spielte in Los Angeles, in Deutschland oder Polen. Die Band schaffte es 2010 ins Weltfinale des Emergenza-Bandwettbewerbs, nachdem sie zuvor schon fünf Ausscheidungsrunden überstanden hatte.
Er wuchs im Gitarrengeschäft auf
Dabei blieb Margharitis aber stets seinen Wurzeln im Oberland treu, arbeitete etwa in der Musikschule und im Gitarrengeschäft seines Vaters, Ark Guitar & Music Shop, mit. Er sorgte für die Soundtechnik an Konzerten im Wetziker Molly Malone Pub. Und er trat auf unzähligen Bühnen in der Region mit verschiedenen Formationen auf.
Dass Ramon Margharitis die Musik im Blut hatte, ist wenig erstaunlich, wuchs er doch praktisch im Laden seines Vaters Andy Margharitis auf. «Wir wohnten damals oben in der Wohnung», erzählt dieser. Allerdings habe er nie Druck auf seine Kinder ausgeübt. «Mir war wichtig, dass es aus ihnen heraus kommen würde, wenn es denn kommt.» Das tat es bei Ramon; zunächst spielte er etwas Schlagzeug, später nahm er auch Klavierstunden. Dann legte er eine Pause ein. «Er war ein Kind. Die haben andere Prioritäten», sagt sein Vater.

