Hiess es früher «Bitte halten Sie Pass und Bordkarte bereit», reicht das heuer in den wenigsten Fällen. Wo überhaupt noch eingereist werden kann, wird immer öfter ein negativer PCR-Corona-Test verlangt. Und das macht das Fliegen um einiges komplizierter. Nicht, weil der Test an sich schwer zu bekommen wäre, sondern weil die Testbescheinigungen nicht international standardisiert sind.
Davon kann Daniel Steffen ein Liedchen singen. Als Geschäftsführer von Checkport hat er am Mittwoch Medienvertreter durch den neuen Corona-Testcenter-Teil am Flughafen geführt, wo die Swissport-Tochter ab sofort die PCR-Tests der Firma Ender Diagnostics anbietet. Die 195 Franken teuren «Spucktests» richten sich primär an Reisende, da das laborvalidierte Ergebnis innert fünf Stunden vorliegt.
Zu den Dienstleistungen von Checkport zählen aber auch die Passagierkontrollen an den Gates, also quasi eine der ersten Instanzen, die sich Corona-Testnachweise anschaut. «In der Zeit von April bis Dezember haben wir deutlich mehr als 5000 Passagiere aufgrund ungültiger Dokumente wieder ausgeladen», sagte Steffen. In der Vorjahresperiode waren es 60. Momentan sind es also fast 20 pro Tag. Schuld daran sind Probleme mit den Covid-Tests.
«Es herrschen Wildwuchs und Holdrio»
Dabei ist die verlangte Aktualität des Testnachweises (höchstens 24, 48 oder 96 Stunden usw.) nur eine der Schwierigkeiten. «Zahlreiche Staaten verlangen inzwischen, dass die Bescheinigung in der jeweiligen Landessprache oder in Englisch abgefasst ist.» Auch Dubai beispielsweise akzeptiere nur Englisch oder Arabisch. «Insbesondere Transitpassagiere bringen hier in Kloten aber schon mal Nachweise auf Deutsch, Italienisch oder in irgendeiner anderen Sprache mit.» Zwar würden die Papiere aller am Flughafen Zürich vorgenommenen PCR-Tests in englischer Sprache ausgestellt, versichert Steffen, aber das gelte längst nicht für alle Testcenter des Landes. Will der Kunde ganz sichergehen, muss er also selbst die richtige Sprachfassung noch selber einfordern.

