Abo

Politik

Früher Bleistifte, heute WLAN

Wegen Corona ist die geplante Feier zum 150-jährigen Bestehen der Berufsschule Rüti im letzten Jahr ins Wasser gefallen. Mit der Jubiläumsschrift gibt es nun doch noch eine Möglichkeit, das geschichtsträchtige Ereignis zu würdigen.

Kein Lohn während der Lehre, Arbeitstage von 17 Stunden, fast keine Pausen, sechsjährige Arbeitskollegen – was heutzutage mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht enden würde, war für die Lernenden der Berufsschule Rüti (BSR) im 19. Jahrhundert Alltag. Dies zeigt ein Blick in die Jubiläumsschrift der BSR «150 Jahre Berufsschule Rüti ZH», die die Geschichte der Berufsschule erforscht.

Gegründet als Gewerbeschule Rüti, eröffnete die BSR 1870 ihre Tore. 25 Schüler wurden im ersten Jahr in den Fächern Deutsch, Rechnen und Geometrie, Rechnungs- und Buchführung sowie Vaterlandskunde unterrichtet. Der Unterricht an der BSR fand am Sonntag und an Abenden nach der Arbeit statt. Zeit zur Erholung blieb so praktisch keine.

Zunächst als Männerschule

Frauen waren vorerst nicht zur Berufsbildung zugelassen. Dies änderte sich erst mit der Gründung der Töchterfortbildungsschule im Jahr 1895. Fortan bildete die BSR Frauen zu Weberinnen aus. Heute sind rund 40 Prozent der Schüler an der BSR Frauen. Beim Lernpersonal liegt der Anteil sogar bei über 50 Prozent.

«Früher lag der Fokus auf Frontalunterricht, heute setzen wir auf selbstorganisiertes Lernen.»

Kurt Eisenbart, Rektor

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?