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Politik

Wie die Schweiz den Jahresanfang vermasselt hat

Von Fehlern mit den Impfungen bis zu missratenen Entschuldigungen: Die ersten Tage des neuen Jahres zeigen, wo die Schweiz sich verbessern muss.

Am Mittwoch will der Bundesrat die Corona-Lage neu beurteilen und überprüfen, ob die aktuellen Massnahmen noch passen. Eine harte Auseinandersetzung scheint programmiert. Denn wie bei der letzten Absprache im Bundesrat am 30. Dezember fehlt es an zuverlässigen Zahlen und klaren positiven Entwicklungen – nicht jedoch an beunruhigenden Aussichten.

 

1. Der Bund patzt bei den Covid-Impfungen

«Wir müssen schneller vorwärtsmachen, dringend»: Thomas Agoritsas, Epidemiologe am Universitätsspital Genf, gehört zu den vielen Stimmen, die zum Jahresbeginn von den Behörden mehr Tempo bei den Covid-Impfungen verlangen. Während Israel bereits rund 10 Prozent der Bevölkerung geimpft hat, beginnt in der Schweiz die nationale Impfkampagne erst am 4. Januar. Ein Grund dafür: Israel hat sich frühzeitig eine hohe Anzahl Dosen gesichert und war bereit, dafür mehr Geld zu bezahlen als andere Länder.

Die Schweizer Behörden hingegen liessen sich viel Zeit. Den Vertrag für die Lieferung des Impfstoffs von Pfizer, der zurzeit der einzige in der Schweiz verfügbare ist, unterschrieb das Bundesamt für Gesundheit erst am 7. Dezember. Substanziell mehr Impfungen sind erst möglich, wenn das zweite Produkt, jenes von Moderna, in den nächsten Wochen die Zulassung erhält.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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