Abo

Politik

Berset will Gastro-Lockdown bis Ende Februar verlängern

Heute tagt der Bundesrat: Geht es nach dem Gesundheitsminister, bleiben die Restaurants einen zusätzlichen Monat geschlossen. Zudem will er noch schärfere Corona-Massnahmen vorbereiten.

Es sind schlechte Nachrichten für die Wirte im Land: Die landesweite Schliessung der Restaurants soll um rund einen Monat verlängert werden. Der bisherige Plan sah vor, dass die Beizen bis 22. Januar geschlossen bleiben müssen. Gesundheitsminister Alain Berset (SP) schlägt nun aber vor, den Gastro-Lockdown bis Ende Februar auszudehnen. Auch die übrigen Elemente des derzeit gültigen Massnahmenpakets, das der Bundesrat am 18. Dezember beschlossen hat, sollen entsprechend verlängert werden.

Einen entsprechenden Vorschlag hat Berset in eine verwaltungsinterne Ämterkonsultation geschickt. Das zeigen Recherchen dieser Zeitung. Der Gesamtbundesrat soll heute Mittwoch entscheiden.

Gemäss zuverlässigen Quellen kommt das Departement Berset in seinen verwaltungsinternen Papieren zum Schluss, dass sich die Corona-Zahlen in den letzten Wochen nicht entscheidend verbessert hätten. Eigentlich wollte der Bundesrat mit seinem letzten Massnahmenpaket erreichen, dass der sogenannte R-Wert für längere Zeit bei 0,8 verbliebe. Dies würde eine Halbierung der Corona-Zahlen alle zwei Wochen bedeuten. Doch bei der letzten verfügbaren Angabe verharrte der R-Wert noch am Weihnachtstag bei rund 0,9 – damit sind die bundesrätlichen Ziele vorderhand klar nicht erfüllt.

Doch überhaupt sei die Datengrundlage derzeit zu schlecht, um die Pandemiesituation zuverlässig analysieren zu können, argumentiert das Departement Berset in seinen Papieren. Der Grund: Über die Festtage haben weniger Tests stattgefunden als normal; zudem wurden neue Fälle dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilweise nur verzögert gemeldet. Aus diesen Gründen, argumentiert das Departement Berset laut den Quellen, sei eine Lockerung der derzeit geltenden Corona-Massnahmen bis auf weiteres nicht angezeigt.

Es kommt wohl noch dicker

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?