Es war ein langer und auch steiniger Weg, der Beat Zäch dorthin führte, wo er jetzt ist. Seit September betreibt er einen Velodienst. Mit seinem Elektrogefährt beliefert er Privathaushalte mit Brot und anderen Lebensmitteln und liefert Einkaufstaschen nach Hause.
Gleichzeitig ist er einmal pro Woche für das Unternehmen Mr. Green als «Müllmann» unterwegs, holt bei rund 35 Kunden recyclebare Ware in grünen Müllsäcken ab.
«En zäche Siech»
Für Zäch ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Möglich machen ihn verschiedene Sponsoren, die der 57-Jährige alle selbst akquiriert hat. «Ich habe im letzten Jahr brutal gearbeitet», sagt Zäch. «Passend zum Namen bin ich ‹ en zäche Siech › .»
Dass er es so weit gebracht hat, ist nicht selbstverständlich. Vor neun Jahren wurde bei Zäch ADHS diagnostiziert, vor 18 Monaten eine Form von Autismus. «Es war wie ein Schlag ins Gesicht», sagt der grosse Mann mit den kurzen grauen Haaren und dem intensiven Blick. «Gleichzeitig war ich froh, dass ich wusste, was mit mir los ist. Denn ich merkte schon immer, dass etwas nicht stimmt.»

