Zivilschutz-Einsatz in Rütner Altersheim wird verlängert
Nach einem starken Corona-Ausbruch Mitte Dezember beschloss die Leitung im Alterszentrum Breitenhof in Rüti eine zehntägige Isolation. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, ist diese am Sonntag plangemäss beendet worden. Stand Dienstag verzeichnet das Heim sechs Todesfälle «mit und aufgrund Covid-19». Insgesamt sind mittlerweile 51 der 90 Bewohner und 14 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden.
Zivilschutz hilft in coronabetroffenem Rütner Alterszentrum
25.12.2020

Einsatz gegen Viru
Im stark von Covid-19-Erkrankungen betroffenen Alterszentrum Breitenhof in Rüti ZH kommt der Zivi Beitrag in Merkliste speichern Weil es angesichts der hohen Ansteckungszahlen für das Heim schwierig war, den Betrieb aufrechtzuerhalten, leisten seit Freitag sechs Angehörige der Zivilschutzorganisation Bachtel Dienst im Alterszentrum. Die Zivilschützer werden primär zum Verteilen der Mahlzeiten eingesetzt. Dieser Einsatz soll nun verlängert werden, wie es in der Mitteilung heisst, da die Verpflegung auch nach dem Ende der Isolation im Zimmer stattfinde.
Mehr Stürze in der Isolation
Ursprünglich war der Zivilschutz-Einsatz bis zum 3. Januar beantragt. Diese Frist soll nun bis Mitte Januar verlängert werden. «Der Personaleinsatz ist weiterhin sehr anspruchsvoll», sagt Zentrumsleiter Matthias Mäder. Die Ausfälle des Personals bewegten sich nach wie vor auf hohem Niveau. «Die Mitarbeiter arbeiten immer noch motiviert, die Müdigkeit und die belastende Situation nagen aber an allen.»
Der Ausbruch und die darauf folgende Isolation sind auch an den Bewohnern nicht spurlos vorbei gegangen. Gemäss Mitteilung weisen viele der Infizierten Symptome auf. «Die Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner führte bei dementiell erkrankten Menschen zu einer Verstärkung der Verwirrtheit und dadurch zu vermehrten Stürzen.»
Erste vorsichtige Öffnungsschritte
Als Begleitmassnahme für die Wiederöffnung wurden laut Mäder alle negativ getesteten Bewohnerinnen und Bewohner erneut getestet. «Wir machen das auch, um das Alterszentrum auf eine Öffnung vorzubereiten und um sicherzustellen, dass sich unsere Bewohner nicht gegenseitig anstecken.» Die geschützte Wohngruppe sei vom Ausbruch weiterhin nicht betroffen.
Sobald es die Infektionslage erlaube, sollen die Einschränkungen wieder gelockert werden. Das Zentrum starte auch bereits wieder mit gezielten Aktivierungssequenzen für einzelne Bewohner, dazu müssten diese allerdings symptomfrei sein. Bewohner dürfen sich ausserhalb ihres Zimmers bewegen, zurzeit allerdings nur in Begleitung. Auch Begegnungen mit nächsten Angehörigen sind langsam und zurückhaltend wieder möglich. Für Kurzbesuche bis 20 Minuten steht ein spezieller Raum zur Verfügung. Nötig ist dafür eine Voranmeldung 24 Stunden im Voraus. (aku)

