Obwohl Bernhard Huber der einzige Kandidat für das Präsidium der Vereinigung Pro Pfäffikersee (VPP) war, brauchte es drei Anläufe, bis er endlich gewählt werden konnte. Huber hatte als langjähriger Vizepräsident der VPP im Frühling letzten Jahres das Präsidium ad interim übernommen, da der langjährige Präsident Ernst Ott zurückgetreten war.
In diesem Frühling hätte er schliesslich offiziell zum neuen Präsidenten gewählt werden sollen. Doch dann kam Corona, die Generalversammlung wurde auf Ende Oktober verschoben. Ein Tag vor dem Alernativdatum gab der Bundesrat weitere Einschränkungen bekannt, die Versammlung wurde ganz abgesagt. Eine Generalversammlung online durchzuführen, ist bei der VPP nicht möglich. Viele der Mitglieder sind dafür nicht ausgerüstet. Erst jetzt konnte Bernhard Huber auf dem schriftlichen Weg gewählt werden.
Herr Huber, vor einem Jahr fand man gar keinen Kandidaten für das Präsidium der VPP, Ihnen wurde als Vizepräsident das Amt gemäss Statuten auferlegt. Warum haben Sie sich nun trotzdem zur Wahl gestellt?
Bernhard Huber: Es war tatsächlich nicht mein Ziel, Präsident zu werden. Ich bin schon seit über 20 Jahren im Vorstand der VPP. Als Ernst Ott seinen Rücktritt ankündigte, war ich der Meinung, es brauche einen jüngeren Nachfolger. Wir haben darum eine Findungskommission gebildet und mit Hans-Michael Schmitt einen perfekten Kandidaten gefunden. Doch er unterrichtet derzeit noch als Landschaftsarchitektur und Raumplanung an der Fachhochschule Ostschweiz in Rapperswil und kann sich erst ab 2022 dem Amt widmen.
Also müssen sie weiter überbrücken.
Es macht auf jeden Fall Sinn, da ich das Amt ja schon eineinhalb Jahre innehabe. Für die restliche Zeit einen weiteren Kandidaten zu suchen, würde nicht viel bringen. Über den schriftlichen Weg wurde auch Hans-Michael Schmitt mit dem Ziel, ab 2022 das Präsidium zu übernehmen, in den Vorstand gewählt. Die weitere Zeit bis dahin werde ich mit Schwung anpacken. Ich bin froh, dass eine langfristige Lösung absehbar ist.

