Wilde Partynächte in familiärer Atmosphäre, währendem – jedenfalls in den Anfangszeiten – ein strikter Dresscode galt: Auch viele Oberländer dürften gute Erinnerungen an den Dübendorfer Club «P1» haben. Doch damit ist vorerst Schluss: Nach der Corona-bedingten Schliessung im Frühling hat das bekannte Lokal vor kurzem Konkurs angemeldet.
Wie man in Dübendorf zwar weiss, lief der 1985 eröffnete Club schon länger nicht mehr so gut wie in seinen Anfangsjahren – das «Genick gebrochen» habe ihm aber erst die Pandemie, wie Alex Flach es ausdrückt. Der Nachtleben-Experte ist ein langjähriger Freund der Betreiber und hat auch kurz für den Club gearbeitet. «Das ‹P1› hat so lange durchgehalten. Schade, dass es Corona nicht überlebt hat», sagt er.
Dreimal pro Woche im Club
Einer, der das «P1» in- und auswendig kennt, ist Stammgast Eric Wernli. Der 42-Jährige war ab den frühen Nullerjahren oft im Dübendorfer Club, «manchmal sogar dreimal pro Woche, am Donnerstag, Freitag und Samstag», wie er lachend erzählt. Legendär war der Dresscode des Clubs: In den Achtzigern kam man in Jeans und Turnschuhen nicht rein. Diese Regel wurde jedoch gemäss Inhaber Christian Hausheer 1997 abgeschafft. Wernli trug denn auch oft Jeans und Turnschuhe, «jedoch meistens ein Hemd dazu», sagt er. Es ging einfach um einen «gepflegten Eindruck».
«Wir haben ein ganz schlechtes Timing erwischt.»
Christian Hausheer, ehemaliger Inhaber «P1»

