Es war ein regelrechtes Gipfeli-Chaos, das am Sonntag im Zürcher Oberland herrschte. Aufgrund einer neuen Massnahme, die der Bundesrat zur Bekämpfung des Coronavirus erlassen hatte, kam es zum Durcheinander bei den Bäckerei-Betrieben: Während einige ganz schlossen, liessen andere ihr Café offen, sperrten aber die Verkaufsfläche ab – und dritte öffneten ihren Betrieb komplett, unter dem Vorwand, diesen zu einem Take-Away-Betrieb umgestaltet zu haben.
So sah es denn auch die Weisung des Verbands Schweizer Bäcker-Confiseure vor. Dieser schrieb auf seiner Website: « Wird eine Bäckerei zu einem Take-Away umgestaltet und gibt nur zum unmittelbaren Verzehr geeignete Speisen und Getränke ab (z.B. Kaffee und Gipfeli sowie anderes Kleingebäck), scheint uns dies zulässig. Nicht zulässig ist aber der Lebensmittelverkauf, inklusive Backwaren.»
Zu jenen, die ihren Betrieb in einen Take-Away umgewandelt hatten, gehört René Schweizer, Geschäftsführer der Bäckereikette Voland mit Hauptsitz in Steg. Jene Ecken mit Handelswaren wurden gemäss Empfehlung des Verbandes abgesperrt. Bis 11 Uhr ging das gut – dann stand die Polizei in der Tür und drohte mit einer Strafanzeige, würde Schweizer den Laden nicht sofort schliessen. «Die Argumentation war, dass es ein Verkaufsladen sei», so Schweizer.
Polizei macht Voland-Filialen dicht
13.12.2020

