Das Thema Bahnquerungen und Verkehrsentlastung umtreibt Uster seit Jahrzehnten. Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass die SBB den S-Bahn-Takt bis spätestens 2030 verdichten werden. Damit wird sich das Problem der Staus vor den Bahnschranken weiter verschärfen.
Nach dem Abbruch des Projekts Umfahrungsstrasse Uster West durch den Regierungsrat im Juli dieses Jahres sah sich der Stadtrat gezwungen, das Barriereproblem in Uster anzupacken. Am Donnerstag hat die Stadt das sogenannte Bahnquerungskonzept als Ergänzung zum Stadtentwicklungskonzept (Stek) an einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt.
Uster habe erst kürzlich die Marke von 36‘000 Einwohnern überschritten und man wolle als Stadt ein starkes Regionalzentrum bleiben, hielt Stadtrat Stefan Feldmann (SP) fest. « Die Bevölkerung wünscht sich einen Ausbau des Langsamverkehrs, des Öffentlichen Verkehrs und eine Lösung des Stauproblems, insbesondere während den Stosszeiten. » Dies hätte eine breit angelegte Bevölkerungsbefragung ergeben, so Feldmann.
Kernelement Winterthurerstrasse
Für das neue Bahnquerungskonzept wurden alle 20 möglichen Querungsstellen auf dem Stadtgebiet analysiert. Dabei wurden Unterführungen an fünf Standorten mit grossem Potenzial definiert. Das Kernelement des Konzepts bildet eine neue Bahnunterführung an der Winterthurerstrasse sowohl für den motorisierten Individualverkehr (MIV), als auch für Fussgänger und Velos. Eine weitere Unterführung für sämtliche Verkehrsteilnehmer soll an der Zürichstrasse entstehen. Ebenfalls in Betracht gezogen, wird eine Unterführung an der Aathalstrasse. Letztere könne indes aufgrund der zur Verfügung stehenden Grundlagen noch nicht abschliessend beurteilt werden, sagte Feldmann.

