Vier Traktanden standen am Montagabend an der Gemeindeversammlung Weisslingens zur Behandlung an. Erstens das Budget 2021, zweitens die Verordnung über die Siedlungsentwässerung, drittens das Reglement über die Abgabe von Wasser und schliesslich auch noch der Kreditantrag über 590 000 Franken für das Projekt Hochwasserschutz Theiliger Weiher.
Die Gemeindeversammlung startete mit 20 Minuten Verspätung, Grund dafür war, dass alle 159 Stimmberechtigten beim Eintritt in die Mehrzweckhalle erfasst werden mussten. Da im Saal mit den nötigen Abständen nicht alle Platz fanden, mussten rund zwei Dutzend Stimmberechtigte auf dem Balkon Platz nehmen.
Steuerfuss gab zu reden
Viel zu reden gab das Budget. Dies aus zwei Gründen. Erstens wegen der geplanten Steuerfusserhöhung um 5 Prozentpunkte auf 111 Prozent. Zweitens, weil von neun Votanten deren acht dem Gemeinderat einen Mangel an Sparwillen unterstellten. Dass der Steuerfuss nach einer Erhöhung um 5 Prozentpunkte vor drei Jahren erneut steigen sollte und darüber hinaus trotz dieser Steigerung im 2021 ein Defizit budgetiert wurde, erregte die Gemüter.
Bei einem budgetierten Aufwand für 2021 von 20,05 Millionen und einem Ertrag von 19,66 Millionen Franken resultiert nämlich ein Defizit von 390 000 Franken. Viele Votanten befürchteten, dass angesichts dieses Defizits in zwei Jahren erneut ein Antrag auf eine Steuerfusserhöhung vorgelegt wird.

