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Politik

Bundesrat spricht mit Kantonen über zusätzliche Massnahmen

Zwischen dem Bundesrat und mehreren Kantonen sind Gespräche im Gang über zusätzliche Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Am Samstag fand dazu eine Videokonferenz statt.

Am Samstag fand zur Corona-Situation und den Massnahmen eine Videokonferenz von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset mit mehreren Kantonen statt. Das sagte Christian Favre, Sprecher des Innendepartements EDI, am Sonntag auf Anfrage. Er bestätigte damit Berichte der Zeitungen «Sonntagsblick», «NZZ am Sonntag» und «Sonntagszeitung». Gemäss den Zeitungen nahmen Vertreter der Kantone St. Gallen, Thurgau. Appenzell-Ausserrhoden, Basel-Landschaft, Solothurn und Aargau daran teil.

Am Freitag hatte Berset gesagt, der Bundesrat warte nicht, bis sich die Lage weiter verschlechtere. In keinem der Kantone dürfe es einen R-Wert über 1 geben, sonst sei man wieder in einem exponentiellen Wachstum der Ansteckungen mit dem Coronavirus. In immer mehr Kantonen in der Deutschschweiz gebe es jedoch Werte nahe 1 oder über 1. Der Bundesrat habe auch die Möglichkeit, für einzelne Kantone Massnahmen zu ergreifen, falls diese nicht von sich aus handelten, betonte Berset.

Bilanz am Dienstag

Am Dienstag will der Bundesrat eine Bilanz ziehen und am Donnerstag neue Massnahmen für die ganze Schweiz oder für einzelne Kantone treffen, wie Berset am Freitag weiter sagte. Der Kanton Graubünden hat am Freitag bereits weitergehende Massnahmen ergriffen, um die Wintersaison zu sichern und alle Restaurants bis am 18. Dezember geschlossen.

Auch der Kanton Schaffhausen hat derweil die Corona-Massnahmen verschärft. Turnhallen, Hallenbäder, Tanzstudios, Fitness- und Wellnesszentren sowie Innenräume von Sportanlagen werden geschlossen. Dasselbe gilt für Museen, Kinos, Theater, Jugendtreffs, Spielsalons und Erotikbetriebe. Die Massnahmen treten an Sonntag um Mitternacht in Kraft und gelten bis am 22. Dezember.

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